Schüler "in der Klemme"

Theater-AG der Theodor - Heuss - Realschule präsentiert amüsante Verwechslungskomödie. Premiere am 17. Juni im Kulturhaus

Theatertruppe

Aus einer richtigen Klemme kommt man nicht so schnell wieder raus. Da muss man vielleicht lügen und betrügen, sich heftige Ausreden einfallen lassen und schauspielern, was das Zeug hält. Die Schüler der Theater -AG der Theodor - Heuss - Realschule in Lüdenscheid sind darin Meister und präsentieren dies im Rahmen einer amüsanten Verwechslungskomödie.

Am Dienstag, 17. Juni, treten die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen mit dem Stück "In der Klemme" im Kulturhaus auf. Einlass ist um 19 Uhr, der Vorhang öffnet sich eine halbe Stunde später. "Wir sind ein Team, das zusammen hält und den Zuschauern das Beste zeigen möchte", sagt Lehrerin Anne Draenkow, die zurzeit zwei Mal in der Woche mit den Akteuren probt, um den 120-seitigen Text durchzuackern. Doch was "sitzt, das sitzt" - und so kann die Premiere kommen. Die Eintrittskarten, die es in der THR bei Joseph Trinn gibt, kosten sechs Euro. Restkarten gibt es für den gleichen Preis an der Abendkasse.

Theater - AG "In der Klemme"

Probe

Die Theater - AG der Theodor-Heuss-Realschule hat sich ein neues ehrgeiziges Projekt vorgenommen. Am Dienstag, 17. Juni, um 19.30 Uhr starten Maximilian Meyer, Tim Dahlmann, Helene Tews, Sarah Autsch, Mären Cramer, Lars Pfeiffer, Hanna Blischke und Mirko Heyer im Kulturhaus mit einer amüsanten Verwechs- lungskomödie wieder kräftig durch.

"In der Klemme" lautet der Titel des Stücks, in dem es wieder richtig zur Sache geht: Es wird gelogen, betrogen - und nach Ausreden gesucht, dass sich die Balken biegen. Und wenn man sich so richtig "reingeritten" hat, kommt man bekanntlich schlecht wieder aus dieser Situation heraus. Was sich die Heuss-Realschüler haben einfallen lassen, um das Ganze wieder in den "normalen" Rahmen zu bekommen, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten.

Zurzeit trifft sich die Theater AG unter der Leitung von Anne Draenkow zweimal pro Woche, um sich auf den 120-seitigen Text intensiv vorzubereiten. Für die Requisite zeigt sich Stefan Köthur verantwortlich. Karten für das Event sind zum Preis von 6 Euro bei Josef Trinn in der THR erhältlich. Restkarten - falls vorhanden- gibt es an der Abendkasse.

 

Bericht über die Premiere (Westfälische Rundschau)

Vergnüglicher Theaterabend mit den Schauspielern der Theodor - Heuss - Realschule

Phil " In der Klemme" und George soll es wieder richten

Lüdenscheid. "Oh nein, nicht schon wieder! Sag', dass du es nicht schon wieder getan hast" George, in Windeseile zu seinem Freund Phil gehechtet, schwant Schreckliches. Nicht noch eine junge Dame, die von Phils Trauschein nichts weiß - und George soll's richten. »George, du bist mein bester Freund, lass mich jetzt nicht im Stich", fleht Phil, wieder einmal tief "In der Klemme". "Diesmal ist es ernst, George. Ich glaube, ich muss mich von Maggie scheiden lassen", beichtet er kleinlaut. Julie heißt die Auserwählte, die mit Phil den Bund für's Leben schließen will. Morgen schon soll der Start ins neue Glück beginnen - ausgerechnet im leer stehenden Nachbarhaus. Gleich doppelt drückt den Bus fahrenden Casanova der Schuh.

Wie Ehefrau Maggie beibringen, dass die nächste Gattin bereits wartet? Und wie Julie erklären, dass eheliche Verpflichtungen traute Zweisamkeit hemmen? Phil sitzt mächtig in der Patsche. Ohne George, der auf den Schreck erst einmal einen extra großen Drink braucht, läuft vorerst gar nichts mehr...

 

Zwei Frauen am Haken - die dritte im Wäscheschrank

Zwei Frauen am Haken und eine dritte im Wäscheschrank, eine Haushälterin mit einem Mann mit "Bedürfnissen" und einen besten Freund, der auf die Gattin schielte: In größte Verlegenheiten manövrierte sich der gute Phil alias Tim Dahlmann am Dienstagabend imKulturhaus in Derrek Benfields heiterer Verwechslungskomödie "In der Klemme (Caught on the Hop)" mit Pauken und Trompeten hinein. Dargeboten von der Theater-AG der Theodor- Heuss-Realschule, bot das fast dreistündige Stück kurzweilige, amüsante Unterhaltung vor gut besuchtem Haus.

Unter Regie von Anne Draenkow hieß es vergnügt; lügen und betrügen, bis kein Auge mehr trocken bleibt. Tosenden Beifall heimsten die jungen Akteure für ihr lustiges, pfiffiges Spiel. Situationskomik und witzige Dialoge bereiteten den Zuschauern einen vergnüglichen Abend.

In Phils Wohnung mit Essecke und zentralem Sofa, mal auf Abwegen im Nebenhaus und dann wieder auf seinem Platz, entführte das Bühnenbild (Stefan Köthur). Maggies Kunstwerke zierten die Wände, "Whisky" und "Wodka" beruhigten blank liegende Nerven und das Abendessen löste sich m Rauch auf, die Feuerwehr just zur Stelle, den "Ofengroßbrand" in Windeseile zu löschen. Durchgang zum Nebenhaus gewährte der offene, rückwärtige Bühnenraum, durch farbiges Licht effektvoll ausgeleuchtet. Je mehr Personen ins Spiel kamen, desto vertrackter wurde die Handlung. Sprüche wie: "Wenn man ein Auto verkaufen will, hört man doch auch nicht mit dem Fahren auf, nur weil die Anzeige schon in der Zeitung steht", auf den anvisierten Gattinnen-Wechsel gemünzt, schlugen vergnüglich zu Buche. Köstlich, wie sich Phil (Tim Dahlmann) wand zwischen seinen Frauen, am Ende selbst der Dumme. Amüsant, wie sich Freund George (Maximilian Meyer) an seiner Seite "In der Klemme" befand, längst nicht so harmlos, wie es den Anschein hatte. Julie (Sarah Autsch) und Maggie (Mären Cramer) verstanden sich prächtig, ohne zu ahnen, wer zum wem gehörte. Greta (Hanna Blischke), die Dritte im Bunde, fand sich im Wäscheschrank mit Wodkaflasche gut bedient. Den Feuerwehrmann Mr. Brasset mimte Lars Pfeiffer mit zupackendem Elan.

Haushälterin Mrs Puffet alias Helene Tews hatte mit dem Ofen ihre Not - und Alan, sprich Mirko Heyer, stellte die verzwickte Situation gänzlich auf den Kopf. Ein lustiges Stück, lustig gespielt.

 
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