Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Nach langer Vorbereitung startete am 07. März 2003 die dreitägige Studienfahrt des Kollegiums nach Weimar.
Die Fahrt begann mit einer mehrstündigen Busreise, auf der das Kollegium durch die Vorbereitungen der Kolleginnen des Lehrerrates sehr gut versorgt wurde.
Am späten Nachmittag kamen wir in Weimar an und nach einer kurzen Besichtigung unserer Unterkunft, des InterCity-Hotels am Bahnhof, blieb noch ein wenig Zeit, die Stadt in Augenschein zu nehmen. Am "Neuen Museum" vorbei führte der Weg in das Zentrum, das von den beiden Dichterfürsten bestimmt wird.
Direkt neben dem Nationaltheater befindet sich das Theatercafe, das für uns ein "Essen à la Goethe" bereithielt. Hier erhielten wir unterhaltsame Informationen zu den Ess- und Lebensgewohnheiten zur Zeit Goethes und die kleinen und großen Schwierigkeiten der Weimarer Gesellschaft mit ihrem berühmten Mitglied. Unterbrochen wurden die Geschichten zu Goethe und Co. von einem dreigängigen Menü, das dem Essen zur Goethezeit nachempfunden sein sollte und das in Zusammenstellung und Geschmack sicherlich als "interessant" bezeichnet werden kann.
Der Samstag stand ganz im Zeichen einer ausgedehnten Stadtführung. Duchrh die Innenstadt, vorbei am Nationaltheater, den Häusern von Schiller und Goethe, dem historischen Marktplatz mit dem Keramikglockenspiel des Rathauses und der Herzogin Anna Amalia Bibliothek im sog. "Grünen Schloss" ging es schließlich in den Park an der Ilm. Auf diesem Weg gab es verschiedenste Informationen zum Leben Goethes und Schillers in Weimar. Aber auch das gesellschaftliche Umfeld zur damaligen Zeit, die Gepflogenheiten am Weimarer Hof und einige geschichtliche Hintergründe waren Thema der Führung.
Nach einigen Informationen zu Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm und der Bedeutung der Sichtschneise vom Gartenhaus in die Stadt hinein ging es schließlich in die Mittagspause. Die Verpflegungsmöglichkeiten in Weimar wurden ausgiebig genutzt - von der original Thüringer Bratwurst bis zur Verköstigung auf höchstem kulinarischem Niveau.
So gestärkt folgte am Nachmittag die Besichtigung der Herderkirche mit dem historischen Cranach-Altar und einigen Informationen zur Reformation. Im Anschluss ging es zu einem kurzen Ausflug zum Schloss Tiefurt . Dieses Schloss, eher ein großes Gutshaus diente Goethe und den Herrschaften des Hofes als lohnendes Ausflugziel. Entsprechend hat Goethe auch hier seine Spuren in Form eines eigenen Zimmers hinterlassen. Leider hatte der im Sommer wunderschöne Park die Folgen des Winters noch nicht hinter sich gelassen.
Am Sonntagvormittag stand Zeit zur Verfügung, die Stadt in Eigenregie zu erkunden und z.B. das Goethehaus am Frauenplan oder Goethes Gartenhaus zu besichtigen.
Der Nachmittag stand im Zeichen des Besuchs der Gedenkstätte Buchenwald. Hier wurden wir in einer kompetenten Führung mit dem unmenschlichen Kontrast zur Hochkultur der Weimarer Klassik konfrontiert. So traten wir die Rückreisenach Lüdenscheid in nachdenklicher Stimmung an.
Ein abschließendes Dankeschön gilt allen Organisatoren, die uns eine ebenso interessante wie unterhaltsame Kollegiumsfahrt bescherten. Dass schon auf der Rückreise mögliche neue Ziele diskutiert wurden, zeigt den Erfolg der Fahrt sicherlich am besten.