Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Da staunte Konrektor Axel Rasch nicht schlecht: Gerade wollte er die letzten Requisiten holen, da lief "Boso vom Wefelshohl" schon in vollen Zügen.
Mit großer Vorfreude hatten die Schüler der Klasse 6c der Theodor-Heuss - Realschule ihrem Auftritt entgegen gefiebert. Gut 150 Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Klassen aus der Grundschulen Kalve und der Adolf - Kolping - Grundschule hatten die Einladung zu dem Kindermusical, das die THR-Schüler als Theaterprojekt einstudiert hatten, angenommen und erlebten live, was sich damals am Wefelshohl ereignete.
Boso (gespielt von Sotirios Grigoriades und Alexandros Vamvakidis) ist ein richtiger Glücksdrache. Seine Heimat ist der Wefelshohl, ein dunkler Wald in der Nähe der Realschule. Dort lebt er einsam und verlassen und träumt von einem hübschen Drachenmädchen (Christina Chalari/ Eleni Markidou). Die böse Hexe Besube (Jasmin Klier), ein gefährliches Wesen, beabsichtigt schon seit langer Zeit den Drachen Boso zu verzaubern, um dadurch die Unsterblichkeit zu erlangen.
Gerade, als sie ihr böses Drachenvernichtungswerk beginnt, stört sie dabei eine Igelfamilie (Jan Leichter, Anna Carina Dencker, Kai Pfeiler, Lara Schultheis, Monique Kompert), die sich auf der Pilzsuche im Drachenwald befindet. Und plötzlich ist in dem einsamen Waldstück mehr los "als auf dem Lüdenscheider Schützenfest". Dabei spart die Geschichte aus der Feder von Musiklehrer Axel Rasch nicht an Witz und Aktualität: Denn auch Igel, die bekanntlich Pilze über alles lieben, müssen sich mal mit Tütensuppen begnügen.
"Das Schwierigste war die Liebesszene", blickt Rasch lachend zurück. Denn spätestens als Boso das Drachenmädchen küssen muss, ist "Not am Mann". - So was spielt halt kein Jugendlicher gern -erst recht nicht in der vorpubertären Phase. Doch auch da fand sich eine Lösung: So wird versteckt hinterm Fächer "geküsst". Nicht nur bei den Proben waren die Schüler mit vollem Eifer, auch das Bühnenbild erstellten sie mit viel Liebe zum Detail selbst. Heraus sprang ein 50-minütiges Stück, das sicherlich mehr Zuschauer verdient hätte.