Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid

Mit peppigen Live-Musikdarbietungen der Musik AG, Präsenten und Dankesworten für treue Helferinnen und Helfer sowie einer eindringlichen Rede der Schülersprecherinnen ist gestern das zweite Atrium der Theodor-Heuss Realschule offiziell eröffnet worden. In das sehenswerte Projekt haben mehr als 200 Helferinnen und Helfer fünf Jahre lang reichlich Arbeit, viel Schweiß und jede Menge Ideenreichtum und Improvisation gesteckt, wie die Schülersprecherinnen Marianne Langer und Sandra Moro lobend erwähnten. Ohne die Unterstützung des engagierten Hausmeisters Walter Geitz und seiner treuen Helfer Ayan Urkan und Wladimir Vambold, "die ihn bei Wind und Wetter unter stützten und denen keine Arbeit zu schwierig und zu dreckig war", wären die Schüler - Aktiven allein überfordert gewesen, betonten die Sprecherinnen.
Ein Lob schickten sie auch an die Adresse der Stadtverwaltung: "Sie stand uns von Anfang an positiv gegenüber." Die Hilfe der Stadt habe größtenteils aus der Bereitstellung von Material bestanden. "Ohne. diese Untestützung wäre unser Atrium sicherlich nicht möglich gewesen." Besonders stolz könne die Schule aber darauf sein, dass die überwiegenden finanziellen Mittel selbst aufgebracht worden seien, "nämlich von den Eltern, Schülern und Lehrern der Theodor-Heuss-Realschule", so die Sprecherinnen. Erlöse aus Weihnachtsbasar und Treppenfest im Jahre 2003 von insgesamt 4581,54 Euro, komplett von der Schulkonferenz fürs Atrium zur Verfügung gestellt, ständen bisher Ausgaben von rund 3000 Euro gegenüber . "obwohl wir immer sehr sparsam gewirtschaftet haben und jeden Cent rumgedreht haben, bevor er ausgegeben wurde".
Einen dringenden Hilfe-Appell richteten die SV-Sprecherinnen dann an Schulleitung und Mitschülerinnen und -schüler. Denn noch sei das zweite Atrium nicht fertig - und künftig müssten zwei Atrien gepflegt und unterhalten werden. "Wir als SV fühlen uns auf Dauer, und das haben wir bei der Pflege des ersten Atriums in den vergangenen fünf Jahren schnell gemerkt, überfordert - und wenn wir ganz ehrlich sind, auch nicht auf Dauer zuständig." Deshalb regten sie an, doch die Einrichtung einer Garten AG, eines Biologiekurses oder einer Interessengemeinschaft anzugehen.
"Nach kostspieliger, fast fünf Jahre dauernder langer und mühseliger Arbeit und Schufterei von Lehrern, Schülern, Hausmeister und vielen anderen kann unser zweites Atrium eröffnet werden." Mit diesen Worten leiteten Maraike Lange und Sandra Moro, die Schülersprecherinnen der Theodor-Heuss-Real-schule, gestern um 17 Uhr die Festveranstaltung zur Einweihung des neuen Schulatriums ein. Leider, so bedauerten auch die Schülersprecherinnen, feierte man allein. Eingeladene Vertreter der Stadtverwaltung ließen sich entschuldigen. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Mit großem Programm, musikalisch von Musik AG und der Schulband eingerahmt, wurde die Eröffnung des zweiten Atriums gewürdigt. Als Schulleiterin Jutta Rogold das Atrium mit dem Durchschneiden eines Bandes offiziell seiner Bestimmung übergab, war die Veranstaltung noch nicht vorbei. Denn die neue Grünanlage, für den gestrigen Festakt dekoriert und mit Tischen und Stühlen bestückt, hatte gleich ihre erste Bewährungsprobe zu bestehen.