Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Erdkundeprojekt 2006
Auch in diesem Jahr führten wir an der THR, wie in den letzten vier Jahren schon, unseren Erdkunde - Projektunterricht durch. Schon seit zwei Jahren ist dieses Erdkundeprojekt Bestandteil des Schulprogramms unserer Schule und Teil unseres schulinternen Lehrplans im Fach Erdkunde.Das Projekt wurde über die Jahre ständig weiter entwickelt, was dazu führte, dass wir inzwischen eine Form gefunden haben, die effektives Arbeiten mit vorzeigbaren Ergebnissen ermöglicht.
Aus der Kritik des Erdkundeprojekts im Jahre 2002 sei an dieser Stelle folgendes Zitat erlaubt:
Konsequenzen:
1.Das Projekt hat sich bewährt und sollte unbedingt im nächsten Jahr
wieder
durchgeführt werden.
2.Wir müssen im nächsten Jahr das Angebot an Themen erweitern.
3.Die Kompetenz im Umgang mit modernen Medien und ihren Programmen müssen
bei
Lehrern (Fortbildung) und Schülern (früheres Einsteigen) gesteigert
werden.
4.Es ist unbedingt notwendig, einen weiteren Computerraum mit modernen Rechnern,
sowie ein schulweites Netzwerk, bei uns zu installieren, damit während
des Unterrichtes jederzeit Daten aus dem Internet abgerufen werden können.
Wenn man nun zurückblickt auf die Arbeit der letzten Jahre, so kann man heute feststellen, dass all das, was noch vor wenigen Jahren wünschenswert oder unzulänglich war, inzwischen erreicht worden ist.Und ich glaube, darauf können wir als Erdkundefachschaft schon ein wenig stolz sein. Wobei wir aber nicht vergessen sollten, uns bei unseren Informatikern, die uns bei allen Projekten der letzten Jahre kollegial zur Seite standen, zu bedanken. Denn nur mit Hilfe der neuen Medien ( Computernetzwerk und Internet ) waren unsere Ziele zu erreichen:
Nun aber zum Thema des Projekts 2006:
Projektunterricht Klasse 10 - 2006
Thema: „Erdöl“
Arbeitsanleitung:
Lies diese Arbeitsanleitung sehr sorgfältig. Arbeite auf den verschiedenen
Internetseiten und besorge dir alle Informationen. Arbeite mit den entsprechenden
Suchmaschinen. Wesentliche Textpassagen, Bilder, Grafiken und Diagramme solltest
du markieren, kopieren und in ein Word – Dokument einfügen. Eine
Sicherheitskopie solltest du auf eine Diskette kopieren. Ziel des Projektes
ist eine Arbeitsmappe, die du zusammen mit deinem Partner / Partnerin zusammenstellen
sollst. Abgabe der Mappe nach Absprache mit den Lehrern, die euch in dem Projektunterricht
betreuen.. Nicht alle Arbeiten können in der Schule gemacht werden. Es
dürfte notwendig sein, zu Hause mit dem Material weiter zu arbeiten.
Eure Mappe soll folgende Bestandteile enthalten:
1. Deckblatt – Das Deckblatt soll enthalten: Titel (Projektunterricht
Klasse 10) , Thema, ein interessantes Foto, welches zum Thema passt. Eure Namen
und eure Klasse.
2. ----- dieses Arbeitsblatt -------
3. Ein Inhaltsverzeichnis mit Grobgliederung und Feingliederung
4. Ein Lexikon mit den wichtigsten Grundbegriffen (relevant
für dieses Thema)
Das Thema dieses Projektunterrichts lautet: Erdöl
Es gliedert sich in folgende Teilthemen:
5. Wie ist das Erdöl entstanden?
6. Mit welchen Methoden sucht man auf der Erde nach immer neuen Erdöllagerstätten?
7. Wie wird Erdöl gefördert?
8. Erdöl wird meist da gefördert, wo es nicht gebraucht wird.
Wie wird es transportiert?
10. Wie wird es verarbeitet? Welche Produkte werden aus Erdöl hergestellt?
11. Dieses wird ein wichtiger Teil deiner Arbeit!
Nachdem du die ersten Aufgaben erledigt hast, wirst du gemerkt haben, dass du
dich für eins dieser Themen besonders interessierst. Greife
dieses Thema noch einmal auf, schreibe mit eigenen Worten, warum dieses Thema
für dich so wichtig ist und vertiefe dieses Thema. Dabei muss es sich nicht
unbedingt um genau so ein Thema aus dem ersten Teil handeln, man kann auch ein
Thema ableiten oder zu einem ganz neuen Thema kommen. Während
es sich bei der Bearbeitung der Punkte 5 –10 mehr oder weniger nur um
Informationsbeschaffung in Form von Kopien aus dem Internet handelt, wird in
diesem Arbeitsschritt eigenes Denken und Gestalten gefordert. Hier müsst
ihr überwiegend mit eigenen Worten schreiben, Fragen stellen, nach Antworten
suchen usw.
Dieses Abschnitt 11 wird am stark bewertet!
12. Bewertung des Projekts – Kritik – Verbesserungsvorschläge
– Themenwahl etc.
(positive Kritik ist aber selbstverständlich auch möglich)
Zu den Punkten 4 – 10 findet ihr reichlich Material im Internet. Diese
Informationen könnt ihr mit Fotos entsprechend eures Inhaltsverzeichnisses
in eure Word – Seite kopieren. Die Aufgaben 4 bis 10 stellen also eine
Materialsammlung dar.
Aber die Arbeit soll nicht nur darin bestehen, Informationen zu suchen, zu sammeln
und zu kopieren. Deshalb beginnt mit der Aufgabe 11 der zweite Teil der Arbeit.
Jetzt seit ihr selbst gefragt und müsst euren Text selbst gestalten.. Kopien
irgendwelcher Internetseiten sind nicht erlaubt. Eure Texte müsst ihr selbst
formulieren. Bezieht ihr euch in diesem Text auf Ergebnisse, die ihr im Internet
gefunden habt, muss die Quelle (URL) genannt werden. Natürlich kann man
Zeichnungen und Fotos zur Illustration der eigenen Texte vereinzelt, aber unbedingt
passend, hinzufügen. Hier muss jedoch die Quelle (URL) genannt werden.
Die Mappe wird von eurem Erdkundelehrer durchgesehen und benotet. Diese Note
gilt für das 2. Halbjahr der Klasse 10. Bei der Benotung werden folgende
Punkte besonders bewertet:
1. Sauberkeit
2. Gestaltung und Strukturierung eures Materials
3. Vollständigkeit
4. Eure Leistungen in der Aufgabe 11
Achtung: Heftet bitte dieses Arbeitsblatt in eure Mappe ein. Nicht vergessen ( Blatt 2 nach dem Deckblatt)
14 Tage nach Beendigung des Projekts wurde in allen Klassen ein Test zu den Grundlagen des Projekts geschrieben. Hier sind die Testfragen:
Test zum Projektunterricht Erdkunde 2006 – Thema: Erdöl
Was versteht man unter Kerogenen?
o Eine Gruppe von Kohlenwasserstoffen, die bei einer Fraktionierenden Destillation
entstanden ist.
o Kohlenwasserstoffe, die mit dem Kerosin verwandt sind.
o Organisches Material, aus dem bei zunehmender geologischer Versenkung und
Aufheizung Kohlenwasserstoffe gebildet werden.
o Sand- und tonhaltige Sedimente, die mit den Flüssen in die Ozeane gespült
werden.
o Eine Gruppe von Kohlenwasserstoffen ähnlich den Alkanen und Ketonen,
die durch eine spezielle Funktionelle Gruppe definiert sind.
Was versteht man unter der Migration des Erdöls
o Der weltweite Handel mit Erdöl
o Die fein verteilten Kohlenwasserstoffe können unter bestimmten Bedingungen,
vor allem bei hohen Temperaturen, wandern, da sie leichter als Wasser sind und
dadurch verdrängt werden.
o Das Aufheizen von Erdöl beim Transport durch die Pipelines, um durch
das flüssigere Öl einen leichteren Transport zu ermöglichen.
o Das Befüllen eines Tankers mit Erdöl über Rohrleitungen.(abgeleitet
von Migrare = wandern)
o Das Gegenteil von Emigration des Erdöls
Was versteht man unter Ölsanden?
o Verschmutzte Teile der Erdoberfläche (Sandgebiete), die bei einer undichten
Pipeline verseucht wurden.
o Mit Erdöl getränkte Sandschichten in 6000m – 8000 m Tiefe,
die vom Inkohlungsprozess noch nicht betroffen wurden.
o Sandablagerungen in den stark mäandrierenden Flüssen, die so wegen
ihrer schwarzen Farbe genannt werden.
o Erdölhaltige Sandschichten in unmittelbarer Nähe zur Erdoberfläche.
o Ölsande gibt es nicht.
Wie entstehen Kerogene?
o Durch eine Fraktionierende Destillation.
o Durch Ablagerungen in Pipelines, die wegen einer zunehmenden Verstopfung regelmäßig
entfernt werden müssen.
o Durch Einwirkung von hohem Druck und hoher Temperatur auf organische Substanzen,
die durch geologische Vorgänge absinken.
o Durch Einwirkung von Frost (Permafrostboden) auf bodennahe, erdölhaltige
Schichten.
o Kerogene entstehen nicht, sondern sind als alte organische Gesteinsschichten
an vielen Stellen der Erde vorhanden.
Was versteht man unter Erdölmuttergestein?
o In diesen Gesteinsschichten kann es jederzeit zur Bildung von Erdöl
kommen, wenn die geologischen Voraussetzungen erfüllt sind.
o Das Erdölmuttergestein ist immer ein Sediment mit einem sehr hohen Anteil
an organischen Substanzen.
o Das Erdölmuttergestein ist vulkanischen Ursprungs. Durch den hohen Druck
und die hohen Temperaturen in vulkanisch aktiven Gebieten konnte die Metamorphose
von Plankton zu Kohlenwasserstoffen besonders intensiv ablaufen.
o Erdölmuttergestein ist ein lyrischer Begriff und hat in der Geologie
keine Bedeutung
Was versteht man unter dem Begriff „Viskosität“
o Darunter versteht man die verschiedenen Arten von intermolekularen Anziehungskräften
zwischen den verschiedenen Kohlenwasserstoffmolekülen
o Darunter versteht man die Zähigkeit einer Flüssigkeit, also das
Fließverhalten einer Flüssigkeit. Mit der Wasserstoffbrückenbindung
hat der Begriff nichts zu tun.
o Dieser Begriff stammt aus der Musik und hat mit Chemie nichts zu tun.
o Darunter versteht man die Zähigkeit einer Flüssigkeit, also das
Fließverhalten einer Flüssigkeit. Ursache dafür sind die verschieden
starken intermolekularen Anziehungskräfte zwischen den Kohlenwasserstoffmolekülen.
Was versteht man unter „Seismischen Messungen“?
o Mit Hilfe verschiedener Techniken werden Schallwellen erzeugt, die von den
verschiedenen Erdschichten reflektiert, aufgenommen und ausgewertet werden.
o Durch Explosionen an der Erdoberfläche werden bestimmte Erdschichten
in ihrer Lage verändert, so dass erdölhaltige Schichten entstehen.
o Mit Hilfe von Schallwellen wird in den erdölführenden Schichten
die Bildung weiterer Kerogene angeregt.
o Auf der Erdoberfläche installierte Geophone messen die reflektierten
elektromagnetischen Wellen, die von Funkanlagen ausgestrahlt werden.
o Seismische Messungen dienen zur genauen Vorhersage von Erdbeben.
Kann man mit magnetischen Messungen Erdöllagerstätten finden?
o Ja, aber nur in Gebieten, die weit genug entfernt sind von den beiden magnetischen
Polen der Erde.
o Nein, denn der Erdmagnetismus hat keinen Einfluss auf das Finden von neuen
Erdöllagerstätten.
o Nein, denn Erdöl ist nicht magnetisch, somit kann man auch kein Erdöl
durch magnetische Untersuchungen finden.
o Ja, denn Erdöl findet man in Kuppeln und Verwerfungen der Gesteinsschichten
und diese Bewirken Veränderungen des Magnetfeldes.
Kann man Erdöl durch Probebohrungen finden?
o Ja, aber dieses Verfahren ist so teuer, dass es nicht benutzt wird.
o Nein, denn es wäre reiner Zufall, wenn man durch eine Probebohrung Erdöl
finden würde.
o Ja, denn Probebohrungen sind der sicherste Weg zum Entdecken von neuen Lagerstätten.
o Nein, denn das Genehmigungsverfahren ist so aufwändig, dass man darauf
aus Kostengründen und aus Zeitgründen verzichtet.
Was versteht man unter „Offshore“ – Bohrungen?
o Erdölbohrungen in unbesiedelten Gebieten der Erde, wie zum Beispiel
in der Antarktis oder in Alaska.
o Erdölbohrungen, die man verdachtsweise durchführt, ohne dass man
Gewissheit von Erdölvorkommen hat.
o Erdölbohrungen von Bohrinseln aus, die im Wasser schwimmen oder am Meeresboden
verankert sind.
o Erdölbohrungen von Plattformen aus, die im Wasser schwimmen. Diese Bohrungen
dienen dazu, Ölsande in den kuppelartigen Verwerfungen der Gesteinsschichten
aufzuspüren.
o Erdölbohrungen, die vollständig automatisiert sind und von computergesteuerten
Anlagen ohne Arbeitskräfte betrieben werden.
Was versteht man unter einer „Eruptiven“ Förderung von Erdöl?
o Fördern von Erdöl in vulkanisch aktiven Gebieten, wo das Erdöl
durch den Druck des Magmas an die Erdoberfläche gefördert wird.
o Durch das im Erdöl gelöste Methan, das beim Anbohren des erdölhaltigen
Gesteins frei wird, wird das Erdöl an die Erdoberfläche gepresst.
o In den Gesteinschichten enthaltenes Kohlenstoffdioxid wirkt als Treibgas,
welches das Erdöl an die Erdoberfläche treibt.
o Darunter versteht man eine besonders ergiebige Erdölquelle, die den Mineralölfirmen
über einen langen Zeitraum reichlich Gewinne sichert.
Welche der folgenden Begriffe beinhalten Techniken der Erdölförderung? (Es sind hier mehrere Begriffe anzukreuzen)
o Forcierte Erdölförderung
o Das Alaska – Valdez – Verfahren
o Die „Slow Motion“ – Technik
o Die Wassereinpressung
o Die Dampfeinpressung
o Die eruptive Förderung
o Die geomagnetische Erdölförderung
o Förderung durch seismischen Druck
Wo auf der Erde finden wir die beiden längsten Pipelines?
(Mehrfachnennungen sind notwendig)
o Im ostasiatischen Raum von der inneren Mongolei bis Wladiwostok
o Von Sibirien bis nach Mitteleuropa
o Von Namibia in Südwestafrika bis ans Mittelmeer
o Von den Erdölfeldern in Kanada bis nach Vancouver am Pazifik
o Von der Prudhoe Bay bis nach Valdez in Alaska
o Von Fairbanks – Alaska bis nach Anchorage (Alaska)
Mit welchen Problemen hat man bei Pipelines im Bereich des Permafrostbodens zu kämpfen.
o Im Permafrostboden gibt es kein Erdöl, also auch keine Pipelines.
o Das über 50 Grad Celsius heiße Erdöl taut im Bereich der Pipeline
– Stützen den Boden auf.
o Durch die Kälte des Permafrostbodens verdickt das Erdöl und die
Rohre verstopfen. Deshalb gibt es keine Pipelines in Permafrostgebieten.
o Das Material der Rohre ist den starken Temperaturschwankungen nicht gewachsen.
Deshalb werden diese Pipelines aus einer Titan - Aluminium – Legierung
hergestellt.
Mit welcher Technik will man bei Öltankern die Gefahr einer Ölpest bei Unfällen verringern?
o Mit Einführung des neuen europäischen Satellitensystems, das besser
sein wird als das amerikanische GPS.
o Mit der Vorschrift, dass auf allen Erdöltankern immer speziell ausgebildete
Lotsen an Bord sein müssen.
o Indem man neue Tanker baut, die eine zweite Außenhaut besitzen, also
doppelwandig konstruiert sind.
o Indem man im Schiffsbau mit Materialien arbeitet, die im Falle einer Kollision
den Belastungen standhalten.
o Indem man den Kapitänen der Öltanker vorschreibt, eine bestimmte
Geschwindigkeit nicht zu überschreiten.
Vier Schülerarbeiten sind als pdf - Dateien zum Downloaden vorbereitet. Weitere werden noch folgen:
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Maik Glörfeld und Fabian Eickhoff - Klasse 10a |
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Konstantin Tews und Robert Wischnewski - Klasse 10b |
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Alexander Kosenko und Ahmet Toumpan - Klasse 10d |
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Dennis Krieger und Isa Dilmen - Klasse 10d |