Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Mit Musik und Spiel sowie einem handgeschriebenen Brief der jetzigen Fünftklässler wurden am Samstag die Grundschüer und ihre Eltern in der Theodor-Heuss-Realschule (THR) zu einem "Morgen der offenen Tür" willommen geheißen. Es ging um Orientierung und faktisches "Hineinschnupern", wie wohl der Schulallag in der Realschule am Wefelshol aussehen mag. Gleich zu Beginn zeigte die Streicherklasse 5a den Eltern, was sie nnerhalb nur eines halben Jahres gelernt hat. Damit machte man auf die Besonderheit der THR aufmerksam, die nämlich mit der Lüdenscheider Musikschule seit etlichen Jahren zusammenarbeitet.
Den kleinen Grundschulgästen war Gelegenheit gegeben, an zwei Unterrichtsstunden nach Wunsch teilzunehmen, wobei man deutlich zu machen beabsichtigte, dass Fremdsprachen und Naturwissenschaften einen Schwerpunkt der THR bilden:
Die Stadt habe viel Geld in Räume und Ausstattung investiert, meinte Konrektor Ulrich Faquet.
In aller Ausführlichkeit stellte er den Eltern das Leistungsprofil der THR vor und beantwortete konkrete Fragen, nachdem Erprobungsstufenleiter Axel Rasch mit einer Ton - Bild - Präsentation Anforderungen und Möglichkeiten der Schule erläutert hatte. Ulrich Faquet verwies unter anderem auf den Ergänzungsunterricht "Lernen lernen", den mittlerweile üblichen Umgang mit dem Computer. und die erhöhte Wochenstundenzahl an Unterricht durch die Veränderung des sogenannten Drittelerlasses sowie die Anpassung der Realschule an die verkürzte Schulzeit. Mit 30 Wochenstunden beginnt die Klasse 5. Schon ab Klasse 6, früher erst 7, wird Französisch unterrichtet. Ein viertes Hauptfach kommt schon in Klasse 7, früher erst Klasse 8, auf die Schüler zu. Die THR stellt für dieses vierte Hauptfach Französisch, Sozialwissenschaften, Biologie, Physik und Informatik zur Wahl. Zum Abschluss der Informationsflut konnten sich Eltern und Schüler in der THR - Cafeteria mit Kaffee und Kuchen stärken.
Manche Kinder brauchen länger:
* Für alle, die noch unsicher sind, welche Schulart die beste für ihr Kind sei, bot Konrektor Faquet seine Hilfe an: "Lassen sie sich individuell von uns beraten und bedenken sie, dass manches Kind in diesem Alter etwas länger braucht, um seine volle Leistungskraft zu entfalten."
* Ein späterer Wechsel zum Gymnasium sei bei entsprechender Leistung fast immer möglich.
Tag der offenen Tür an der Theodor-Heuss-Realschule:
Erprobungsstufenleiter und Konrektor informieren über Angebote, Fördermöglichkeiten und veränderte Strukturen
Die Entscheiung für die richtige Schulorm ab der fünften Klasse machen sich die meisten Eltern nicht leicht - schließlich geht es darum, für ihre Kiner die beste Lösung zu finen. Entsprechend viele nutzten am Samstag den Tag der offenen Tür an der Theodor-Heuss-Realschule (THR), um sich über das Angebot er Schule zu informieren.
Während die Viertklässler die Chance hatten, an Probeunterrichtsstunden in den Fächern Englisch, Biologie, Physik oder Informatik teilzunehmen, hörten die Mütter und Väter, was die THR bietet und welche Neuerungen sich im Bereich der Realschulen entwickelt haben.
Erprobungsstufenleiter Axel Rasch und Konrektor Ulrich Faque informierten über Anforderungen und Möglichkeiten der Schule. Unter anderem stellten sie das Projekt "Lernen lernen" vor und betonten, dass bereits in der fünften Klasse der Umgang mit Computern fester Bestandteil des Unterrichts ist.
Herr Faquet stellte die durch die Ergebnisse der Pisa-Studie gestiegenen Anforderungen heraus. Dazu gehören mehr Wochenstunden, aber auch die Anpassung der Realschule an die verkürzte Schulzeit.
So wird Französisch als zweite Fremdsprache bereits ab der sechsten Klasse unterrichtet und das vierte Hauptfach kommt bereits in der siebten Klasse dazu. Der Konrektor betonte, dass durch die Neuerungen ein Wechsel aufs Gymnasium nach der zehnten Klasse unter Umständen einfacher werde als bisher, da die Realschüler ein Jahr mehr Zeit hätten, den Stoff zu lernen als die Gymnasiasten, die schon nach der neunten Klasse in die Oberstufe wechseln.
Weitere Informationen gab es vom stellvertretenden Musikschulleiter Martin Nieswandt. Er stellte die Streicherklassen vor, die es an der THR im fünften Jahr gibt. Herr Faquet geht davon aus, dass es bei den vier Eingangsklassen im nächsten Schuljahr wieder eine geben wird und die Kooperation mit der Musikschule fortgesetzt wird.