Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid

Frischer Waffelduft lockt Eltern wie Lehrer an: Die Schülervertretung sorgt am Informationstag der Theodor-Heuss-Realschule für das „leibliche Wohl" der Besucher. Und das, obwohl die Schülerinnen und Schüler eigentlich frei haben.
Von Marlene Stube
LÜDENSCHEID Realschule ist gleich Realschule? Die Informationsveranstaltungen der Theodor-Heuss- sowie der Richard-Schirrmann-Realschule am Samstag belehrten die Besucher eines Besseren: Während sich die eine durch eine Musikklasse auszeichnet, können die Schüler der anderen einen bilingualen Zweig wählen. Weit mehr als 400 Besucher nutzten die Gelegenheit, Details über die weiterführenden Schulen zu erfahren.
Und so informierte Ulrich Faquet, erster Konrektor der Theodor-Heuss-Realschule, beim Morgen der offenen Tür zum Thema „Welche Schule passt zu meinem Kind?". Während die Grundschüler in zwei verschiedene Unterrichtsfächer hinreinschnuppern konnten, erfuhren die Eltern alles Wissenswerte über die Vorteile der Realschule und über die Streicherklassen.
„Uns ist wichtig zu vermitteln, dass die Schule durchlässig ist", betonte Axel Rasch, Leiter der Erprobungsstufe an der THR. So werden die Eltern der Schüler halbjährlich informiert, falls ein Wechsel zur Hauptschule oder zum Gymnasium für das Kind besser wäre. „In der vierten Klasse sollte ein Kind aber auf das hören, was die Grundschule als Empfehlung ausspricht." Besonders musikinteressierte Kinder haben auf der THR die Möglichkeit die sogenannte Streicherklasse zu wählen und eine spezielle Förderung zu bekommen. Wie weit die Kinder sich dadurch entwickeln können, bewies die Streicherklasse 5 a den großen und kleinen Besuchern auch gleich zur musikalischen Eröffnung des Informationsmorgens.
Was bietet die Schule meinem Kind?
In der Schirrmann-Realschule stand das persönliche
Gespräch im Vordergrund.
Auch ohne Streicherklasse empfingen die Schülerinnenund Schüler der Richard-Schirrmann-Realschule ihre Gäste am Samstag musikalisch. Nach der offiziellen Begrüßung durch Schulleiter Peter Wagener stellte Lehrerin Klaudia Bachorz den bilingualen Zweig der Schule vor, bei dem neben verstärktem Englischunterricht auch später Fachunterricht in englischer Sprache dazugehört.
Natürlich durften die Grundschüler auch hier in den Unterricht hineinschnuppern, sich beispielsweise Armbänder basteln und anschließend das Lehrerkollegium mit Fragen „löchern". Auch die Eltern erwiesen sich als wissbegierig: „Wie schwer werden die Tornister?" oder „Gibt es Informatikunterricht?" waren nur einige der unzähligen Fragen. Als auch die letzte Ungewissheit geklärt war, zeigte sich Schulleiter Peter Wagener sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis des Informationstages: „Wir werden wohl wieder vierzügig werden."