Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Von Carsten Menzel
Lüdenscheid. Zurückgehende Schülerzahlen haben allen weiterführenden Schulen weniger Anmeldungen für die Klassen 5 beschert. Allerdings fielen die Rückgänge durchaus unterschiedlich aus – und führen zu Losverfahren bei den Gymnasien und Realschulen.
Mit lediglich 73 Anmeldungen – im Vorjahr 123 – ist der Rückgang beim Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) unter den drei Gymnasien am stärksten ausgefallen. Schulleiterin Antja Malycha kündigte an, "stärker über die Art der Informationsver- anstaltung" der Schule nachzudenken; der Schwerpunkt des GSG, die Förderangebote, müsste stärker in den Focus rücken. Ein Vorteil des Rückgangs: "Es gibt keine Tränen, wir müssen keinen Schüler abweisen." Mehr Schüler als die Schule verkraften kann, kamen zum zweiten Staberger Gymnasium, zum "Zepp". "Von den 114 können wir 90 aufnehmen", erklärte Schulleiter Dr. Stefan Werth. Den Überhang gibt die Penne an die beiden anderen Gymnasien ab. Das Losverfahren findet bereits heute Vormittag statt.
"Im Aufwärtstrend" befindet sich das Bergstadt-Gymnasium (BGL): 139 Schüler starten dort ab Sommer. "So viele wie erhofft", kommentierte Schulleiterin Annette Meyer die Zahl. Bei den beiden Realschulen ergibt sich ein ähnliches Bild: Während sich an der Richard-Schirrmann-Realschule (RSR) mit 71 Anmeldungen über 50 Schüler weniger meldeten, liegen bei der Theodor-Heuss-Realschule (THR) mit 129 Anmeldebögen 19 mehr als im Vorjahr. "Es gibt diesmal keine Schüler aus Brügge und vom Vogelberg", berichtete RSR-Leiter Peter Wagener und kündigte an, nach der Ursache zu suchen. "Über unseren Erwartungen" kommentierte Jutta Rogold, Chefin der THR, das Ergebnis des Anmeldeverfahrens. Ihre Schule werde im Losverfahren diejenigen ermitteln, die an die RSR weitergegeben werden.
(Westfälische Rundschau vom 18.02.2008 gekürzt, eigenes Foto)