Bei den Hauptschulen schlägt der Schülerrückgang durch — Gymnasien sind zufrieden mit den Anmeldungen

Realschulen mit Super-Ergebnissen

 

Monika Salzmann
Lüdenscheid. Gymnasien und Realschulen zeigen sich durchweg zufrieden. Bei den Hauptschulen schlägt der Schülerrückgang durch. Nach Beendigung des Anmeldeverfahrens für die weiterführenden Schulen können Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen ihre Planungen für das Schuljahr 2010/2011 konkretisieren. Unvermindert großer Beliebtheit erfreuen sich die beiden Realschulen der Stadt.

Angst vor zu hohen Anforderungen

Noch toppen konnte die Theodor-Heuss-Realschule, die im Vorjahr vier Eingangsklassen bildete, ihr Ergebnis von 2009. 117 Anmeldungen - acht mehr als im Vorjahr - liegen Schulleiterin Christiane Langs-Blöink vor. Vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen ist das für die neue Rektorin der THR ein „Super-Ergebnis."
Die Musikklasse ist mit 37 Anmeldungen so voll, das „nicht alle berücksichtigt werden können." Aufgefallen ist ihr, dass viele Eltern von Kindern, die ein tolles Zeugnis mit Qualifikationsvermerk fürs Gymnasium haben, zur Realschule streben.
Als Grund für die Zurückhaltung dieser Eltern, ihre Kinder an den Gymnasien anzumelden, machte sie die verkürzte Schulzeit auf dem Weg zum Abitur und Besorgnis vor zu hohen Anforderungen an die Kinder aus. „Ich habe das Gefühl, dass die Realschulen in Lüdenscheid hohes Vertrauen genießen", freute sie sich. Froh ist sie, dass der Schulleiterwechsel an der THR im Bewusstsein der Öffentlichkeit komplikationslos über die Bühne gegangen ist, wie de Zuspruch bestätigt.
Ähnlich zufrieden ist Christoph Riedel, stellvertretender Schulleiter der Richard-Schirrmann-Realschule, die 97 Anmeldungen vorliegen hat und - wenn personell machbar - mit vier Eingangsklassen starten wird. „Das übertrifft unsere Erwartungen." Wie im letzten Jahr wird der bilinguale Zweig der Schule stark nachgefragt. Zufrieden zeigten sich alle drei Gymnasien mit den Anmeldezahlen.
Das Bergstadt Gymnasium legte gegenüber dem Vorjahr (96 Anmeldungen) leicht zu und plant im kommenden Schuljahr mit 108 Schülern. Zwei Musikklassen und zwei „EFI"-Klassen (Entdecken-Forschen-Informieren) sollen hier eingerichtet werden. Wie zu den Musikklassen, die seit Jahren ein Renner sind, meldeten die Eltern ihre Kinder gezielt zu den „EFI"-Klassen mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung an. „Wir gehen davon aus, dass auch alle bleiben können", dazu Rolf Scholten in Vertretung von Schulleiterin Annette Meyer, der sich „sehr zufrieden" mit dem Ergebnis zeigte. Zur Oberstufe gingen 24 Anmeldungen im Gymnasium ein. Drei Eingangsklassen in Richtgröße wird das Geschwister-Scholl-Gymnasium einrichten, das 86 Anmeldungen vorliegen hat.
Ähnlich entspannt gestaltet sich die Lage am Zeppelin Gymnasium, das sich auf 87 neue Fünftklässler im kommenden Schuljahr freut. Auch hier sollen drei Eingangsklassen gebildet werden. Dass die Gymnasien bei der gleichmäßigen Verteilung aller Voraussicht nach ohne Tränen und Losverfahren auskommen werden, freut die beiden Schulleiter Antje Malycha (Scholl) und Dr. Stefan Werth (Zepp). Im Vorjahr, als das Zepp mit 125 Anmeldungen einen regelrechten Run verzeichnete, sah das anders aus. „Ich bin sehr froh, dass wir alle, die kommen wollen, auch nehmen können", dazu Stefan Werth. „Die Klassengröße ist vertretbar." Für die Oberstufe meldeten sich an beiden Staberger Gymnasien jeweils über 20 Schüler an.

WR 22.02.2010

 

Realschulen beliebt

Anmeldungen fürs fünfte Schuljahr: Kein Losentscheid an den Gymnasien nötig

 

LÜDENSCHEID • Die Anmeldungen für das fünfte Schuljahr an den weiterführenden Schulen sind vorbei. Erstmals seit Abschaffung der Schuleinzugsbezirke sieht es so aus, als ob an den drei Gymnasien kein Losentscheid nötig ist. Eine endgültige Entscheidung soll heute fallen, aber die Zahlen entsprechen an allen drei Schulen den möglichen Kapazitäten, 87 sind es am Zeppelin-, 86 am Geschwister-Scholl- und 108 am Bergstadt-Gymnasium.
„Hervorragende" Ergebnisse vermelden die beiden Realschulen der Stadt. Obwohl weniger Viertklässler als 2009 die Schulen wechseln, gibt es vier Realschulanmeldungen mehr, 98 sind es diesmal an der Richard-Schirrmann-Realschule und 117 an der Theodor-Heuss-Realschule. Die Albert-Schweitzer-Hauptschule bleibt mit 18 Anmeldungen hinter den Erwartungen.

LN 22.02.2010

 

 

Realschulen besonders beliebt

102 Anmeldungen, für die Richard-Schirrmann - und 117 für die Theodor-Heuss-Realschule.
Nur 18 Schüler sollen nach den Sommerferien die Albert-Schweitzer-Hauptschule besuchen

 

Christiane Langs-Blöink, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule (THR) und Peter Wagener, Rektor der Richard-Schirrmann-Realschule (RSR) zeigten sich am Samstag im Gespräch mit den LN sehr erfreut bezüglich der Anmeldezahlen. Denn trotz sinkender Schülerzahlen hat die RSR mit 98 Anmeldungen fast das Vorjahresniveau (102) erreicht. Die THR hat mit 117 Anwärtern für die Klasse 5 sogar noch acht mehr als vor einem Jahr. Langs-Blöink bedauert allerdings, dass nicht alle Kinder, die für die Streicherklasse angemeldet wurden, dort einen Platz bekommen können. [...]
Wagener berichtet, dass an der RSR der bilinguale Zweig ebenfalls sehr gut angenommen worden sei - mit 31 Anmeldungen. Er spricht insgesamt von einem „hervorragenden Ergebnis", mit dem er nicht gerechnet habe. Drei oder sogar vier fünfte Klassen seien möglich. Beide Realschulleiter stellen fest, dass viele Anmeldungen mit guten Zeugnissen erfolgt seien, auch etliche mit einer Empfehlung oder einer zumindest eingeschränkten, fürs Gymnasium. Langs-Blöink vermutet, dass viele Eltern ihren Kindern den Stress des verkürzten Abiturs an den Gymnasien ersparen möchten und lieber darauf setzen, dass die Schüler nach den Realschulabschluss eine gymnasiale Oberstufe besuchen. Das habe sich auch nach dem jüngsten Schulabschluss gezeigt, nachdem mehr als die Hälfte der Schüler sich dafür entschieden hätten. Auch in diesem Jahr gibt es 71 Anmeldungen für die Jahrgangstufe 11 an den Gymnasien.
Winfried Becker, Leiter der Hauptschule Stadtpark, ist mit den 41 Anmeldungen an seiner Schule „eigentlich zufrieden". Die Zahlen seien konstant und in Anbetracht der Diskussionen um die Hauptschulen erwartungsgemäß. Für Norbert Lienesch, Leiter der Albert-Schweitzer-Hauptschule, sind die 18 An-meldungen an seiner Schule, „weniger als erwartet". Vergangenes Jahr konnte das fünfte Schuljahr - möglicherweise wegen der noch frischen Zusammenlegung mit Hauptschule Wefelshohl - noch zweizügig eingerichtet werden. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, auch wenn an den Hauptschulen noch ein paar Nachrücker zu erwarten sind.
¦ gör

LN 22.02.2010

 

 
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