Theodor-Heuss-Realschule
Lüdenscheid
Als Symbol der Dankbarkeit übergaben Lara Demirci und Melina Fuhrmann von der Schülervertretung der Schule einen Apfelbaum, der im Atrium eingepflanzt wurde. (WR-Bilder: Fabian Dilks)
Lüdenscheid. (fab) Schulleiterin Jutta Rogold hielt sich in ihrer Festrede anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Theodor-Heuss-Realschule an den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton.
Doch im Gegensatz zum damals mächtigsten Mann der Welt, der das Älterwerdennach eigenen Aussagen „hasst", kann man an der THR die kommenden vierzig Jahre bis zum runden Geburtstag kaum erwarten.
Festlich eröffnet wurden die Feierlichkeiten an der Heuss-Realschule am Wefelshohl.
Festlich war der Tag der offenen Tür am Samstag eröffnet worden. Viele Schulen aus dem Stadtgebiet, Vertreter aus der Politik sowie aus Rat und Verwaltung gehörten zu den Gratulanten. In ihrer Festrede gab Jutta Rogold einen historischen Rückblick in die Gründerjahre und verwies gleichzeitig auf die aktuellen Probleme und Initiativen der Schule: „Unsere Kinder brauchen in der heutigen Konsumgesellschaft mehr Orientierung denn je, zumal sich zeitgleich auch die Familienstrukturen geändert haben und viele daheim nicht die benötigte Zuneigung und Unterstützung erfahren. Im Vergleich zur Vergangenheit ist der Abschluss an der Realschule leider keine automatische Eintrittskarte in die Arbeitswelt mehr", bedauerte die Schulleiterin die aktuellen Entwicklungen. „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung sind unsere Aufgaben", erklärte Rogold und verwies auf das nächste große Projekt.
Als Symbol der Dankbarkeit übergaben Lara Demirci und Melina Fuhrmann von der Schülervertretung der Schule einen Apfelbaum, der im Atrium eingepflanzt wurde. „Der Baum soll als Zeichen dienen, dass aus etwas Kleinem mit viel Pflege und Arbeit etwas Großes entstehen kann. Genauso wie es mit dieser Schule geschehen ist", erklärte Lara Demirci das symbolträchtige Geschenk.
Bürgermeister Dieter Dzewas appellierte an alle, ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und sich für Arbeit und Ausbildung zu engagieren: „Die Schülerinnen und Schüler sind interessiert. Sie müssen nur eine Chance bekommen, dies unter Beweis zu stellen. Ein Realschulabschluss muss wieder eine automatische Eintrittskarte in die Arbeitswelt sein."
Musikalisch begleitet wurde die Eröffnungsfeier von der Streicherklasse, der Musik-AG und der Klasse 6d. Im Anschluss konnten sich alle Gäste vom bunten Rahmenprogramm der Schule überzeugen. Alle Klassen hatten sich im Vorfeld für ein Projekt entschieden, das am Tag der offenen Tür vorgestellt wurde.
Eine Menge Aktionen wurden beim Schulfest für die Besucher angeboten.
Noch am Vortag wurden in den letzten Schulstunden die abschließenden Vorbereitungen getroffen. Einführungen in Akrobatik und Judo gab es ebenso wie eine Waldwerkstatt, Till-Eulenspiegel-Sketche, Physik zum Staunen und Anfassen oder eine Ausstellung mit Bildern ehemaliger Klassenfahrten und -feiern.
(Westfälische Rundschau vom 25.09.2006)